Kraftorte im Wandel
Ich reise seit vielen Jahren nach Korsika und dort befindet sich auch ein Ort, mit dem ich von Anfang an in tiefe Resonanz gegangen bin.
Es ist eine sehr alte Kultstätte, an der auch eine stattliche Gruppe von Menhiren steht – mitten in der Natur und im Schutz beeindruckender Tafonis. Dieser Platz befindet sich recht abgelegen und in der Natur frei zugänglich. (Den Korsen ist ihre eigene Unabhängigkeit sehr wichtig und diese ermöglichen sie zum großen Teil auch all den anderen Wesen hier auf der Insel).
Die Baum- und Steinwesen im Umfeld des Platzes sind alle sehr alt und wenn man sich Zeit nimmt und sich bei ihnen niederlässt, teilen sie lautlos ein wenig ihrer Geschichte, ihrer Weisheit und ihr kraftvolles, gütiges Medizinfeld umhüllt einen sanft.
Der Ort über den ich heute schreiben möchte, unterscheidet sich davon, die Energie dort habe ich immer als sehr kraftvoll wahrgenommen, gleichzeitig aber auch eine nicht greifbare Trauer und noch ein anderes Gefühl wahrgenommen, welches ich bis heute mit Worten nicht passend ausdrücken kann.
Der Platz rief mich (auch in Träumen) und ich spürte sein Anliegen. Ein Ruf nach Wertschätzung, Befriedung, Bezeugung. So wie die Menhire dort standen in Zeugenschaft. Vieles war hier geschehen, vieles drückten sie aus, vieles hatte sich hier ereignet, Menschen zusammengefunden, gekommen, gegangen, verschwunden …
Die Forschung tappt im Dunklen, wie immer gibt es Thesen, Vermutungen, aber es bleibt diffus, nicht Konkretes, keine Substanz.
Ich bin viel gesessen an dem Platz und habe gelauscht mit meinen inneren Ohren, inneren Augen, aber vor allem habe ich gefühlt und akzeptiert, dass ich spüre, aber es nie ganz greifen konnte. Musste ich auch nicht, das spürte ich.
Der Ruf an mich, meine kleine Aufgabe dort im großen Ganzen, habe ich versucht bestmöglich zu erfüllen. Ich habe den heiligen Rauch gebracht und er wusste viel besser als ich, was zu reinigen, wandeln und befrieden war. Ich habe meine Gebete und meine Medizinlieder geschenkt, meine Trommelwesen hat mitgewirkt.
Ich war anwesend, viele Stunden, Tag und so manche Nacht. Alleine dort mit den Steinen und Felsen und dem Ort.
Auch diese Reise führten mich meine Schritte wieder zu dem Ort.
Ich näherte mich wie immer langsam und achtsam dem Platz und blieb stehen an der Schwelle, um die Spirits des Platzes zu begrüßen und um Einlass zu bitten.
Aber da war niemand. Der Platz war leer. Auf der materiellen Ebene, in der physischen Welt war keine Veränderung zu entdecken, außer, dass der lockere Zaun (der mehr eine Umfriedung, als ein Schutz war und 2 Portale hatte, an dem Besucher die Stätte betreten und verlassen konnten) nicht mehr vorhanden war. Die Menhire, die kleinen und großen standen alle an ihren ursprünglichen Plätzen, die Bäume waren noch da und natürlich auch der große Felsen im Hintergrund.
Aber die Energie war eine komplett andere. „Die Zauberer waren gegangen.“ – Ich kann es nicht besser / anders ausdrücken. Es war der Satz, der sich sofort in meinem Bewusstsein verankerte. Sie waren weiter gegangen. Ihre Aufgabe war vollbracht. Die Seele, der Spirit all dieser Wesen hier, war nicht mehr spürbar.
Einen dermaßen augenscheinlichen Energie-Wechsel eines so großen und starken Kraftortes hatte ich bisher noch nicht erlebt. Ich stand sinnbildlich mit offenem Mund dar.
Mein Partner stand noch in der Nähe der Schwelle und es waren sicher 10 Minuten vergangen, bevor ich erstaunt meine Augenbrauen hob und ihn fragend ansah. Und er hatte exakt die gleiche Wahrnehmung, den gleichen Eindruck.
Wir sind dann noch etwas am Platz geblieben und ich fragte schließlich ins Feld, ob es eine Botschaft dazu gab, eine Erklärung. Es überraschte mich wie klar und präzise ich diese dann wahrnehmen durfte: Es ist gut. Es ist alles getan. Unsere Aufgabe ist erfüllt. Unsere Zeugenschaft, unsere Energie, unser Sein hier nicht mehr nötig. Es braucht uns nicht mehr gebündelt an diesem Platz, unsere Energie ist jetzt frei und ist überall, die Luft trägt sie, das Wasser, die Erde und die Sonne.“
Es betrifft nicht nur diesen Ort, sondern auch andere. Die Energie wandelt sich und wird freier, sie ist nicht mehr gebunden an Plätze.
Eine sehr interessante Botschaft. Besonders für mich, die sich sehr intensiv mit der Energie von Naturkraftplätzen beschäftigt.
Spannend war übrigens auch, dass wir etwa 1 Woche später noch eine andere Stätte hier besuchten in der Natur. Ich war davor erst 1x an dem Platz gewesen. Auch dort befinden sich Menhire.
Auch dort hatte sich die Energie verändert, aber in einer anderen Art und Weise. Ein sehr ruhiger, friedlicher, kraftvoller Platz, an dem der Ort selbst ausgeglichen zu sein scheint, kein Anliegen hat, außer ihn zu wahren und achtsam mit ihm umzugehen. Ein großer Platz mit einer riesigen alten Steineiche, die Schatten spendet. Ein Platz zum Reisen, zum Träumen, zum Regenerieren und ideal um ganz zu sich zu kommen, sich zu stärken und in Frieden zu sein.
Ein Platz, den ich gerne auch bei meiner nächsten Seelenreise mit einer Kleingruppe im Mai 2027 aufsuchen möchte.
Nähre Infos zu meinen Seelenreisen unter Naturspirituellen Reisen.
